Auffinden junger Greifvögel und Eulen

Eine künstliche Aufzucht von Jungvögeln ist nicht ratsam, da sich diese Vögel sich zu sehr an den Menschen gewöhnen (Fehlprägung) und eine Auswilderung erschweren.


Häufig finden Spaziergänger einen, wie sie meinen, verlassenen kleinen Vogel, der in Wirklichkeit gar nicht verlassen ist. Diese Jungvögel werden dann zur Aufzucht und Pflege in die Falknerei Pierre Schmidt gebracht. Jungvögel (sog. Nestlinge) sind jedoch selten Opfer von Unfällen. Manche junge Greifvögel verlassen das Nest, bevor das Großgefieder ausgewachsen ist, d. h. sie sind noch nicht flugfähig (sog. Ästlinge). Auch wenn sie einen recht hilflosen Eindruck machen und eine leichte Beute von Katzen zu sein scheinen, sollte man sie zunächst nicht anrühren, denn Ästlinge werden oft noch von den Eltern auf dem Boden gefüttert. Bevor Sie uns einen Jungvogel vorbeibringen, sollten Sie zunächst über einen längeren Zeitraum beobachten, ob die Eltern zurückkommen. Nur wenn die Jungtiere verletzt sind oder sich kalt anfühlen, kann man davon ausgehen, dass das Nest schon längere Zeit verlassen ist.

Erste Hilfe bei Greifvögeln und Eulen

Grundsätzlich besteht für alle wildlebenden Greifvögel und Eulen ein Inbesitznahme- und Aneignungsverbot. Daher dürfen verletzte Tiere nur aufgenommen werden, um sie an fachkundige Stellen (Falknereien, Tierauffangstationen, Tierärzte) weiterzuleiten.


Bitte versuchen Sie niemals einen verletzten Greifvogel zu füttern und zu pflegen.


Greifvögel sind Nahrungsspezialisten und ihr natürliches Futter ist daher genau ausbalanciert!

ein sehr junger Uhu in der Greifvogelstadtion
ein sehr junger Uhu in der Greifvogelstadtion

Transport und Erstversorgung eines verletzten Vogels:

  1. Den verletzten Vogel vorsichtig in ein Handtuch, Mantel etc. einhüllen und darauf achten, dass die Flügel anliegen.
    Bitte tragen Sie unbedingt Arbeitshandschuhe, da auch ein verletzter Greifvogel, der zunächst ruhig erscheint, noch gefährlich sein kann. Achten Sie vor allem auf den Schnabel und die Krallen! Bei allen Greifvögeln sollten nach Möglichkeit die Fänge und der Kopf vorsichtig fixiert werden.

  2. Wildtiere wissen nicht, dass Sie Ihnen helfen möchten.
    Der Anblick eines Menschen in unmittelbarer Nähe ist für Wildvögel mit erheblichem Stress verbunden. Bitte behalten Sie den Vogel nicht länger als unbedingt nötig!!
    Die beste Möglichkeit einen verletzten Vogel zu transportieren, ist in einer Kartonbox mit eingeschnittenen Lüftungslöchern, am besten in der Nähe des Bodens! Die Box sollte nicht viel größer als der Vogel sein und nach Möglichkeit sollte der Vogel im Tuch eingehüllt bleiben! Je weniger Platz der Vogel zur Bewegung hat, umso geringer ist die Gefahr, dass sich seine Verletzungen verschlimmern!

Bitte verwenden Sie niemals einen Drahtkäfig zum Transport!


Durch den abgedunkelten Transport verhalten sich die Patienten ruhiger. Die Unterlage sollte trocken, rutschfest und nicht staubend sein (Teppich, alte Handtücher, Zeitungen). Kolkraben und Wanderfalken dürfen nicht über längere Zeit in einem Karton transportiert werden, da sie diesen zerstören können.


Ganzjährig geöffnet


April – Oktober:

  • Dienstags - Samstags
    14.30 - 17.00 Uhr

    Sonn- und Feiertags
    14.30 - 17.00 Uhr

    Montags Ruhetag

November – März:

  • Dienstags - Samstags
    14.30 - 16.30 Uhr

    Sonn- und Feiertags
    14.30 - 16.30 Uhr

    Montags Ruhetag

 

Die Greifvogelvorführung findet an den oben genannten Tagen jeweils um 15.00 Uhr statt (Dauer je nach Wetterlage ca. 60 Minuten).

Sondertermine oder Flugvorführungen zu anderen Uhrzeiten sind nach Absprache möglich.


Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass unter 10 Besuchern, bei starkem Regen, Frost oder Unwetter eine Flugvorführung nicht stattfinden kann.


Falknerei Pierre Schmidt
Gymnicher Mühle 1
50374 Erftstadt-Gymnich
Nordrhein-Westfalen (NRW)