Die moderne Falknerei

Auch in unserer modernen Zeit ist die Falknerei kein kurzweiliges Vergnügen und Hobby, sondern eine Überzeugung und Lebensphilosophie. Falkner zu sein bedeutet, erhebliche private Einschränkungen auf sich zu nehmen. Urlaubs- und Freizeitvergnügen sind selten, da sich der Falkner außer der alltäglichen Arbeit (Trainieren, Füttern, Abtragen, Sauber halten der Volieren) auch aktiv für den Artenschutz einsetzt. In der Falknerei nehmen wir Greifvögel, Eulen und andere Vögel der Region auf, die in verletztem Zustand von Feuerwehr, Polizei oder auch Privatpersonen aufgefunden werden, und pflegen sie bis zur anschließenden Auswilderung wieder gesund.


Karin und der Uhu Laura Um mit einem Vorurteil über Falknereien aufzuräumen: Unsere Flugvorführungen haben nichts mit Hungernlassen oder Willensbrechung eines Greifvogels zu tun. Die moderne Falknerpraxis folgt dem Prinzip der operanten Konditionierung, dem Lernen am Erfolg, um einen Greifvogel durch konsequentes Belohnen oder Nichtbelohnen zu einer gewünschten Verhaltensweise zu motivieren.


Die Falknerei ist ein erhaltenswertes Kulturgut. Schon jahrelang wurde sich insbesondere seitens der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und anderer zehn Unterstützer-Staaten: Belgien, Tschechische Republik, Frankreich, Mongolei, Marokko, Katar, Südkorea, Saudi Arabien, Spanien und Syrien darum bemüht, die Falknerei als immaterielles Kulturerbe bei der UNESCO anerkennen zu lassen.


Am 16.11.2010 war es soweit, das Zwischenstaatliche Komitee der UNESCO, der Weltkulturorganisation hat die Falknerei in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Diese Anerkennung gilt für die o.g. Länder, die sich nunmehr verpflichtet haben, zum Erhalt, Schutz und Förderung der Falknerei beizutragen.


Leider wurde Deutschland die Anerkennung noch nicht zuteil.
Da aber 5 mitteleuropäische Länder (Österreich, Frankreich, Slowakei, Tschechische Republik, Belgien und Frankreich) die Anerkennung als immaterielles Kulturerbe von der UNESCO erhalten haben, ist diese Anerkennung doch insgesamt ein großer Erfolg für den Erhalt der traditionellen Falknerei.



Ganzjährig geöffnet


April – Oktober:

  • Dienstags - Samstags
    14.30 - 17.00 Uhr

    Sonn- und Feiertags
    14.30 - 17.00 Uhr

    Montags Ruhetag

November – März:

  • Dienstags - Samstags
    14.30 - 16.30 Uhr

    Sonn- und Feiertags
    14.30 - 16.30 Uhr

    Montags Ruhetag

 

Die Greifvogelvorführung findet an den oben genannten Tagen jeweils um 15.00 Uhr statt (Dauer je nach Wetterlage ca. 60 Minuten).

Sondertermine oder Flugvorführungen zu anderen Uhrzeiten sind nach Absprache möglich.


Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass unter 10 Besuchern, bei starkem Regen, Frost oder Unwetter eine Flugvorführung nicht stattfinden kann.


Falknerei Pierre Schmidt
Gymnicher Mühle 1
50374 Erftstadt-Gymnich
Nordrhein-Westfalen (NRW)